
von Thomas Schneider
Der Mord an den US-Amerikaner Charles James („Charlie“) Kirk geht in die Geschichte ein und zeigt sehr deutlich: Mutige Christen leben gefährlich.
Am 10. September wurde der erst 31-jährige bekennende Christ, Ehemann und Vater von zwei Kindern während einer Diskussionsveranstaltung auf dem Campus der Utah Valley University in Orem erschossen. Der amerikanische Präsident Donald Trump ordnete an, bis Sonntagabend alle US-Flaggen auf Halbmast zu setzen.
Kirk trat öffentlich dafür ein, bei jungen Menschen Glaubens- und Wertefragen stärker ins Bewusstsein zu rücken. Immer wieder betonte er, dass der Glaube das Wichtigste in seinem Leben sei. Schon sehr frühzeitig durfte er erkennen, dass er ein Sünder ist, die Gnade Gottes braucht und sich deshalb bewusst für ein Leben mit dem Retter Jesus Christus entscheiden muss. Zu den unzähligen Angriffen auf seine Person, denen er regelmäßig ausgesetzt war, betonte er in einem Interview, dass er „dieses Leben ohne den Glauben an Gott nicht leben kann“.
Für Kirk war praktisches Christsein: Ehe, Kinder, Verantwortung, ein Leben nach biblischen Prinzipien. Er kritisierte in seinen Reden und Medienauftritten den „Woke“-Kult, die Transgender‐Ideologie, den Einfluss des Islam u.a.m. aus biblischer Perspektive. In politischen und kulturellen Fragen sah Kirk eine Kopplung von Wahrheit, Moral und Glauben. Immer wieder machte er deutlich, dass der Glaube an Gott keine Privatsache sei, sondern öffentlich wirksam werden müsse.
Das Medienmagazin PRO schreibt hämisch in einem Kommentar in seinem aktuellen Newsletter über den ermordeten Kirk: „Wer war Charlie Kirk? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Influencer, Konservativer, Populist, Christ, Evangelikaler, christlicher Nationalist, Aktivist, Gründer, Kulturkämpfer – viele Zuschreibungen passen auf ihn, aber keine davon trifft voll auf ihn zu.“ Zudem kritisiert PRO, dass Kirk „mithilfe eines reichen Gönners“ mit 18 Jahren die Organisation „Turning Point USA“ gründete.
Schon die Wortwahl „Populist“ lässt die politische Ausrichtung des sog. „christlichen“ Mediums durchscheinen und natürlich Neid, weil Kirk in seinem Engagement „reiche Gönner“ fand. Und weil Kirk geäußert habe: „Man kann keine Freiheit haben, wenn man keine christliche Bevölkerung hat“, muss PRO noch einen Seitenhieb verpassen, dass Kirk’s Aussage „als christlicher Nationalismus“ gelte. Im PRO-Kommentar kein Wort des Mitgefühls für Kirk’s Ehefrau und den beiden Kindern.
Wenn ein Christ aus seinem Glauben an Jesus Christus heraus erkennt, dass es unverzichtbar ist, den Willen Gottes den Menschen öffentlich kundzutun, dann ist das nicht verwerflich, sondern bibeltreu und sehr mutig. Kirk erkannte die Notwendigkeit, auf die immer gottloser werdende Gesellschaft Einfluss zu nehmen und die aus der Bibel resultierenden Werte in den öffentlichen Diskurs zu bringen. Selbst wenn mit Menschen gesprochen wird, die mit dem Gott der Bibel nichts anfangen können oder wollen, wird ihnen durch das Auftreten mutiger Christen die Chance zu Buße und Umkehr gegeben. Jesus hat nicht gesagt: „Kommt und füllt die Kirchen mit Kulturschaffenden…“, sondern: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker…“
Das „Darum“ bezieht Jesus auf seinen Alleinvertretungsanspruch: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“. Kirk erkannte, dass er den jungen Menschen erklären muss, was das Wertvollste im Leben ist und dass – bis zur Wiederkunft von Jesus Christus – eine Gesellschaft erstrebenswert ist, die nach biblischen Wertmaßstäben in Ehe, Familie und im Zusammenleben der Menschen ausgerichtet ist.
Wie das Medienportal NIUS berichtet, habe die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali im Heute Journal am 12. September um 9:04 Uhr folgendes gesagt: „Der 31-Jährige war ein extremer und extrem umstrittener Influencer, der für Donald Trump seit Jahren massiv die Werbetrommel gerührt hat. Insbesondere bei jüngeren Konservativen, Christlichen und auch Rechtsradikalen kam er sehr gut an. Gestern wurde Kirk bei einem Auftritt an der Utah Valley University erschossen. … Dass es nun Gruppen gibt, die seinen Tod feiern, ist mit nichts zu rechtfertigen. Auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen. Offensichtlich hat der radikal-religiöse Verschwörungsanhänger aber auch genau damit einen Nerv getroffen.„
NIUS kommentiert Hayali’s Hassrede mit den Worten: „Bedeutet: Erst möchte Hayali eine Rechtfertigung seines Todes ausschließen, um ihn unmittelbar danach als Rassisten, Sexisten und Menschenfeind zu verunglimpfen.“
Ins Hayali-Horn blies auch der USA-Korrespondent des ZDF, Elmar Theveßen in der Sendung Markus Lanz am Donnerstagabend. Theveßen sagte (neben anderen Unterstellungen): „Kirk hat gesagt beispielsweise, dass Homosexuelle gesteinigt werden müssen“. Das ist eine glatte Lüge! Wie jeder bekennende Christ, so hat auch Kirk in Debatten zum Gebot der Nächstenliebe und ob sich nicht daraus ergebe, die Liebe zwischen Männern gutzuheißen, darauf hingewiesen, dass die Bibel nach 3.Mose 20,13 die Todesstrafe für Sex unter Männern fordert. Es gibt keinen glaubhaften Nachweis für Theveßens Unterstellung. Doch was medial einmal raus ist, kann nicht wieder zurückgeholt werden.
Ja, mutige bekennende Christen leben gefährlich – auch in Deutschland, wenn sie mit dem Wort Gottes gegen gotteslästerliche Ideologien Sturm laufen und den Nerv des Teufels treffen. Aber jeder von ihnen weiß, dass „weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“
Der Gouverneur von Utah bezeichnet den Vorfall als politisch motivierten Mord („political assassination“). Nicht nur in den USA, auch in Deutschland steht die Glaubens- und Meinungsfreiheit unter Beschuss. Kirk war ein starker Mann im Glauben und im öffentlichen Leben.
Kirks Ehefrau und den beiden Kindern gebührt unser Mitgefühl in diesen schweren Stunden. Möge sie unser HERR im festen Glauben auf dem weiteren Lebensweg – ohne Ehemann und Vater – behüten und bewahren. Gott wird den Mörder hart bestrafen, entweder noch vor einem irdisches Gericht oder im endzeitlichen Strafgericht, vor dem er noch (!) bewahrt werden kann, wenn er seine Schuld bekennt, ehrlichen Herzens Buße tut und ein neues Leben mit Christus beginnt.
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