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Weit mehr als 2.000 besuchten gottesdienstliche Veranstaltung mit Peter Hahne in Plauen

Geschrieben von Thomas Schneider am 29. September 2025

Der TV-Moderator und Bestsellerautor Peter Hahne. Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Zum Thema „Einig Vaterland? Was aus der Wunder-Wende wurde“ hatten sich am 28. September auf dem Altmarkt in der Vogtlandstadt Plauen mehr als 2.000 Besucher eingefunden, um Worten von Zeitzeugen aus der Zeit der Friedlichen Revolution 1989 und der Rede des namhaften TV-Moderators und Bestsellerautors Peter Hahne zu lauschen. Veranstalter war der Unternehmer Gernot Kuhn aus Plauen/Jößnitz.

Der Herren- und Damenmaßschneider Kuhn fragte die Versammelten: „Sehnt sich nicht jeder von uns nach einer Gerechtigkeit, die Bestand hat? Hat nicht jeder von uns eine Hoffnung, an die wir glauben können?“ Jeder Mensch, so Kuhn, sehne sich nach Liebe, würde aber immer mehr orientierungslos und verliere den Mut. 1989 habe man sich gefreut, bald wieder „ein einig Vaterland“ zu sein. Trennen würde allein die Schuld, und Schuld nenne die Bibel Sünde. Sie sei „der entscheidende Faktor, der erste und bleibende, der uns von Gott trennt“. Mit einem freien Willen, den Gott jedem Menschen schöpfungsgemäß gegeben habe, dürfe jeder entscheiden, ob er an Gott glauben wolle oder nicht. Jeder solle aber darüber nachdenken, ob er wisse wohin er geht, wenn er diese Erde einmal verlässt.

Der Unternehmer Gernot Kuhn. Foto: AG WELT

Man wisse nicht was morgen kommt „und wie die Mächtigen über unsere Köpfe hinweg entscheiden werden“, doch Gott habe schon vor mehr als 2.000 Jahren die Zeit vorausgesagt, in der wir heute leben. Es sei die Pflicht eines jeden Christen, „Ungerechtigkeit anzuprangern und sich vor die zu stellen, die sich nicht wehren können“. Die Kirche, die sich in den meisten Entscheidungen nicht mehr an die Bibel halte, sei „zu einer rein verwaltenden Institution geworden“. Wer den inneren Frieden und die Vergebung seiner Schuld haben wolle, solle den Weg mit Jesus Christus gehen, der „wiederkommen wird in Macht und Herrlichkeit“, so Kuhn.

Als einer der Zeitzeugen des Geschehens im Oktober 1989 trat Jörg Schneider auf, der damals auf seiner Erika-Schreibmaschine Flugblätter „mit einem Aufruf gegen das SED-Regime“ schrieb und sie mit Helfern in der Stadt Plauen im Geheimen verteilte. Schneider fragte: „Was ist aus dieser damals so wundersamen, anmutenden politischen Wende geworden?“ und zitierte Bärbel Bohley, was sie als Vertreterin der damaligen Bürgerrechtsbewegung und Mitbegründerin des Neuen Forums im Jahr 1991 sagte: „Die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi.“ Die damalige Nationale Front der DDR sei, so Schneider, heute wieder im Zusammenschluss der Altparteien zu erkennen.

Jörg Schneider. Foto: AG WELT

Seit dem Wirken der Altbundeskanzlerin Angela Merkel trete man den Rechtsstaat mit Füßen und der amtierende Kanzler Friedrich Merz wolle „Deutschland wieder zur stärksten Militärmacht Europas“ machen. Zuletzt sei das der Fall gewesen, „als Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg vom Zaun brach“. Die Bundesregierung habe, so Schneider, kein Interesse an einer friedlichen Lösung des Konflikts mit Russland und treibe Deutschland mit angekurbelter Aufrüstung in den Ruin. Besonders die in Ostdeutschland lebenden Bürger „haben ein Gespür dafür, wann eine Demokratie kippt“. Der größte innere Feind einer Demokratie sei „Politikverdrossenheit und Gleichgültigkeit, die sich in den Köpfen der Menschen festsetzen, wenn übersteigertes Wohlstandsdenken in Dekadenz übergeht“. Man sei „von einer totalitären Wir-Gesellschaft der DDR, in der nur das Kollektiv zählte, zur egoistischen Ich-Gesellschaft mutiert“. Krisen seien „Geschäftsmodelle und Profitbeschleuniger für die Großaktionäre dieser Welt“. Heute „beglückt man uns mit der Flüchtlingskrise, der Corona- und der Klimakrise sowie mit dem Stellvertreterkrieg in der Ukraine“. Um alles unters Volk zu bringen, bediene man sich staatlich finanzierter Leitmedien und NGO´s. Dies geschehe „getreu dem alten Propagandamuster: Umso größer die Lüge, umso öfter sie wiederholt wird, umso eher wird sie geglaubt… Umso ungebildeter ein Volk, umso besser kann man es manipulieren“. Schneider rief die Anwenden auf, aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Der Unternehmer Michael Kober

Der Plauener Unternehmer Michael Kober, der am 7. Oktober 1989 unter den Plauener Demonstranten war, berichtete detailliert über das damals Geschehene. Auf einer großen Videoleinwand wurden Originalaufnahmen aus einem von Detlef Braun aus Jößnitz heimlich gedrehten Film gezeigt. Damals seien, so Kober, willkürlich Bürger festgenommen, in die damalige Haftanstalt auf den Schloßberg verbracht und teilweise mehrere Tage in Haft genommen worden. Der Unternehmer fragte die Besucher: „Wer ist heute noch einmal in Plauen und Deutschland bereit, für eine demokratische Erneuerung der Gesellschaft zu kämpfen?“

Pastor Johannes Holmer aus Bülow (Mecklenburg) berichtete eindrucksvoll, wie er damals als 30jähriger am 9. November 1989 – am Tag der Beerdigung seiner Großmutter in Recklinghausen – den Mauerfall am Fernsehbildschirm miterlebte. Am Abend dieses Tages schaute er „die damals noch neutralen Nachrichten des ZDF“. Damals sei sein Freund Peter Hahne Hauptnachrichtensprecher in diesem Sender gewesen. Holmer habe seinen Ohren und Augen nicht getraut, was damals passierte. Sein Vater habe sinngemäß gesagt: „Wenn unser Volk doch nur zurückfinden würde zu dem Gott, der uns offenbar noch einmal die Chance der deutschen Einheit geben will.“ Die Einheit, die kam, sei „ein riesiges Geschenk gewesen“, so der Pastor – eines von zehn Kindern aus der Holmer-Familie; doch „das Zurückfinden zu Gott“ habe sich nach seiner Wahrnehmung nicht so wirklich eingestellt.

Pastor Uwe Holmer. Foto: AG WELT

Holmers Vater, Uwe Holmer, hatte Ende Januar 1990 – auf Anfrage der Kirchenleitung – Erich und Margot Honecker in Lobethal bei Berlin untergebracht. „Keiner der sozialistischen Genossen und auch die Übergangsregierung sahen eine Möglichkeit, die beiden irgendwo sicher und angemessen unterzubringen“, so Holmer. Nicht alle seien damals für eine solche Entscheidung gewesen. Die Holmers waren jedoch der festen Überzeugung: „Man könne nicht in eine neue Zeit hineingehen und wirklich Neues erwarten wollen mit Hass und Unversöhnlichkeit gegenüber denen, die uns bisher drangsaliert und manchmal wirklich übel zugesetzt haben.“ Man könne nicht im Sonntagsgottesdienst im Vaterunser beten „‚und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern'“ und es dann, wenn es hart auf hart kommt, doch nicht tun“. Für ihn, den ersten frei gewählten Bürgermeister in kleinen Dörfern Mecklenburgs war das wichtig, weil er auch mit den Gewählten von der SED-PDS korrekt umzugehen hatte. Mit Unversöhnlichkeit, so Holmer, hätte man damals nichts erreichen können und damit könne man auch heute nichts erreichen. Heute würde, so der Pastor, besonders denen Hass entgegenströmen, „die konservativ denken und diese ganze Gender-Ideologie und all diese Geschichten nicht mitmachen wollen“.

Peter Hahne betonte in seiner Rede mehrfach, dass die Friedliche Revolution im Jahr 1989 nicht in Leipzig, sondern in Plauen losgegangen sei. Mutige Bürger „haben die Mauer niedergerissen“. Dies sei die Botschaft vom 7. Oktober und vom 9. November ’89. Hahne habe „heute noch Gänsehaut, weil ich das alles erlebt habe durch meine Berichte und Reportagen“ im ZDF. Bei den Bildern, die aus Plauen kamen, hätte man nicht mehr schweigen können. Hahne: „Die mutigen Männer und Frauen von 1989, die damals in Plauen den Anfang gemacht haben, die haben nicht gewusst, wie es ausgeht.“ Die einen hätten es „im Gottvertrauen gemacht und die anderen, weil sie den Kommunismus leid waren – aber sie haben zusammengestanden“. Dass die Polizei die Besucher dieser gottesdienstlichen Veranstaltung beschütze, sei das Gegenteil von ’89. Hahne habe bei seiner Anreise auf einem Plakat „den hochintelligenten Satz gelesen: ‚1989 ist nicht 2025‘ – auf die Idee wäre ich ja nie gekommen!“, meinte Hahne ironisch und sagte: Natürlich sei es nicht 1989, was die Besucher heute erleben würden, denn dann hätte die Polizei anders reagiert und stünde auf der anderen Seite. Es müsse ernsthaft bedacht werden, so Hahne, dass der sächsische Innenminister die Antifa als seine „wichtigsten Mitarbeiter zur Rettung der Demokratie“ bezeichnet habe. So habe man verzweifelt versucht, Hahnes Auftritt auch in Plauen zu verhindern, genauso wie man das in Hoheneck 2024 versucht hatte, wo die Dresdner CDU ganz offiziell auf dem Briefpapier des Landtages über ein ehemaliges Fraktionsmitglied Hass und Hetze über ihn ausgeschüttet habe. Er habe kein Problem damit, mit Andersdenkenden zusammen auf einem Podium zu stehen und die eigene Position darzustellen: „Wir müssen Brücken bauen und nicht Brandmauern … Wer keine Argumente hat, mauert sich ein und je lauter geschrien wird, desto weniger Argumente sind vorhanden … Wir müssen doch dieses eine gemeinsam Ziel haben: Keine Waffen und keine Rüstungsindustrie in Deutschland!“

Der TV-Moderator und Bestsellerautor Peter Hahne. Foto: AG WELT

Vor 30 Jahren habe Hahne mit seinem Freund Pfarrer Thomas Küttler – mit dem er viele Jahre in der Synode der EKD gesessen habe – auf dem Altmarkt in Plauen gestanden und den Wunsch geäußert, einmal auf diesem Platz sprechen zu dürfen. Nach dem Tod des Pfarrers hätten seine Nachfolger kein Interesse daran gehabt. Hahne dazu: „Wir sind ja noch nie so gespalten wie heute!“ Es sei nicht nur „die Mauer in den Köpfen“. Man habe das „neue Geschäftsmodell, was in der Zeit der DDR kein Geschäft war, das Geschäft mit der Denunziation. Wir wissen nicht mehr, was das eigene Kind oder die Ehefrau oder die Arbeitskollegen über einen weitergeben.“ Man werde ermutigt, zu denunzieren. Mit Meldestellen und NGO’s, die mit Steuergeldern finanziert werden, würden – so Hahne – „Menschen kaputt gemacht“. Küttler habe damals verhindert, dass während der Friedlichen Revolution in Plauen Schüsse gefallen sind. Bereits am 20. September ’89 gab es den ersten Aufruf für das Neue Forum. Küttler habe gegen das Verbot dieser Bürgerrechtsbewegung unterzeichnet. Die Friedensgebete damals seien von der Staatsmacht als „ungesetzliche Zusammenrottungen“ bezeichnet worden. Wenn ihm heute Menschen aus der früheren DDR sagen: „Für das, was wir heute haben, hätten wir unser Leben nicht riskiert“, dann sei das das Traurigste, was es überhaupt gebe. Als Westdeutscher schäme er sich, wie die neuen Länder nach 1989 ausgeplündert worden seien. Für ihn stehe fest: „Wer guten Willens ist, wer Frieden will, wer Brücken bauen will, der gehört auf unsere Seite, egal wie er sonst denkt oder lebt.“

Eine der beiden Gegendemonstrationen. Foto: AG WELT

Es grenzt an einem Wunder, dass im Polizeibericht der Polizeidirektion Zwickau folgendes zu lesen ist: „Ab etwa 13:00 Uhr begannen sich Personen im Bereich des Altmarktes zu versammeln. Die Besucherzahl der Veranstaltung belief sich in der Spitze auf etwa 2.000 Personen. Im Rahmen der beiden Gegenversammlungen sammelten sich rund 70 Personen im Bereich Herrenstraße und der Marktstraße. Die Veranstaltung und die beiden Versammlungen wurden zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr beendet und verliefen aus polizeilicher Sicht durchweg friedlich. Insgesamt waren 123 Einsatzkräfte vor Ort.“

Zu erwähnen sei noch folgende Begebenheit: Ein Vater geht mit seinem Sohn in Richtung Plauener Altmarkt. Beide stehen vor einer Polizeisperre. Da fragt der Vater einen der Polizisten: „Was ist denn hier los?“ Die Antwort des Ordnungshüters: „Eine AfD-Veranstaltung.“ Ein Bürger, der dieses Gespräch mitgehört hatte, ging beherzt auf diesen Polizisten zu und erklärte ihm, dass er von seinen Vorgesetzten falsch informiert worden sei und dass es sich um eine gottesdienstliche Veranstaltung mit dem früheren ZDF-Moderator Peter Hahne handele. – Kommentieren muss man die Falschaussage des Polizisten wohl nicht.

Sebastian Weber von Weichreite TV. Foto: AG WELT

Die Veranstaltung wurde, dank alternativer Medien wie beispielsweise Sebastian Weber von Weichreite TV, weltweit live übertragen. Bereits kurz nach dem Ende der Veranstaltung waren auf diesem Youtube-Kanal mehr als 65.000 Besucher zu verzeichnen. Die Zahl erhöhte sich innerhalb weniger Stunden auf fast 100.000.

Der Posaunenchor Vogtland/Erzgebirge. Foto: AG WELT

Ein großer Posaunenchor – zusammengesetzt aus Laien und Profimusikern aus dem Vogtland und dem Erzgebirge – hat diese gottesdienstliche Veranstaltung musikalisch nicht nur umrahmt, sondern in hohem Maße bereichert – zur Ehre Gottes.

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Fotos von AG WELT und Dietmar Schlei:

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