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Schleswig-Holstein: Gott soll in die Verfassung

Eberhard Kleina, Pfr. i.R. – Foto: privat

von Eberhard Kleina

„In Verantwortung vor Gott und den Menschen“, so oder so ähnlich könnte der Satz lauten, der in die Präambel der Landesverfassung von Schleswig-Holstein eingefügt werden soll. 

Dafür macht sich momentan ein breites interreligiöses Bündnis im nördlichsten Bundesland stark: die evangelische Kirche, die katholische Kirche, die jüdischen Gemeinden und einflußreiche islamische Verbände.

Der Gottesbezug in der Verfassung sei ein Beitrag zu Toleranz, Dialog und Versöhnung zwischen Christen, Juden und Muslimen. Man spricht von einer gemeinsamen Werteformel, die Orientierung in einer pluralen Welt geben könne. So sehen es die jüdisch-christlichen Initiatoren dieses Vorstoßes (evangelisch.de). Für die muslimische Seite dagegen ist es eine Steilvorlage, ihren Gott – Allah – offiziell in einer Landesverfassung zu verankern.

Das würde eine Ausweitung von Allahs Einfluß in Schleswig-Holstein bedeuten, schließlich ist es Allahs Auftrag an alle Muslime, für ihn die Welt zu erobern (Koran, Sure 2,193;  8,39;  48,28;  61,9).

Diese Verfassungssinitiative verwundert nicht , da seit Jahrzehnten schon die sog. Abrahamitische Ökumene praktiziert wird, wonach der Gott der sog. drei Abrahams-Religionen (Judentum, Christentum und Islam) ein und derselbe sein soll, was von der Bibel her aber in keiner Weise zu halten ist. Es ist vielmehr der Jahrtausend-Irrtum der beiden (noch) großen Kirchen.

Der bekannte und im August 2014 verstorbene Journalist Peter Scholl-Latour hat einmal gesagt: „Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr. Das ist in den Augen der Muslime auch das Verächtliche am Abendland.“ Womit er bis heute uneingeschränkt recht hat. Aber leider rollen seit Jahrzehnten die beiden Kirchen dem Islam den roten Willkommens-Teppich aus und stärken seinen Einfluß in unserem Vaterland und in Europa.

Das arabische Wort „Allah“ heißt zwar übersetzt „Gott“ und arabische Christen verwenden es auch, allerdings setzen sie immer eine wichtige Beifügung hinzu, etwa „Allah, der Vater Jesu Christi“, um eine Unterscheidung zum Allah des Koran zu markieren. So wie der Gott der Juden und Christen nicht identisch ist mit dem Gott der Muslime, so gibt es auch keine gemeinsame Werteformel.

Da der Islam etwa 600 Jahre nach dem christlichen Glauben entstanden ist, begegnet man im Koran auf Schritt und Tritt Personen der Bibel und Aussagen zum jüdischen und christlichen Glauben. In atemberaubender Schroffheit werden Juden und Christen und ihre Werte abgelehnt. Einige Beispiele:

Tatsächlich eine gemeinsame Werteformel? Kritiker mögen einwenden: Es gibt aber doch auch tolerante Verse im Koran. Stimmt, aber die stammen aus Mohammeds Frühzeit und gelten laut Koran als aufgehoben durch die harten Verse seiner Spätzeit (Prinzip der Abrogation, Aufhebung; 2,106; 13,39).

Unüberbrückbar sind auch die Gottesaussagen von Bibel und Koran:

An 206 Stellen im Koran werden Juden und Christen wegen ihres Glaubens an den Gott der Bibel angefeindet. Da der Islam auch die unverhandelbaren Kernaussagen des christlichen Glaubens angreift und negiert – ja, sogar den drei-einigen Gott selbst -, ist es in keiner Weise nachvollziehbar, wie man kirchlicherseits hier von demselben Gott in Bibel und Koran sprechen kann.

Die Bibel gibt Hinweise, wer Allah ist. Allah bezeichnet sich selbst als Listenschmied, listig ist aber nach der Bibel die Schlange (1. Mose 3,1), gegen sie sollen sich Christen mit der Waffenrüstung Gottes, dem Glauben, schützen (Eph. 6,11-17).  Und im 1. Joh. 2,22f heißt es: „Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat den Vater.“ Genau das aber macht Allah: Er leugnet Gott als Vater, als Sohn, als Heiligen Geist, die Trinität Gottes. Nach dem Maßstab der Bibel – und nur dieser gilt für evangelische Christen – ist die zwingende Schlußfolgerung: Allah ist – mit den Worten Jesu ausgedrückt – der „Fürst dieser Welt“ (Joh. 12,31), ein Lügner (Joh. 8,44), also der Feind Gottes oder der altböse Feind, wie Luther sagte.

Haben sich die Kirchenvertreter (und auch die Juden) in Schleswig-Holstein überlegt, wen sie da in der Präambel der Landesverfassung  mit verankern wollen? Denn die Muslime gehen selbstverständlich von ihrem Gottesverständnis aus. Sind ihnen die schlimmen Christenverfolgungen in islamischen Ländern unbekannt? Sollten Kirchenleute gemäß Missionsauftrag unseres Heilandes Jesus Christus den Muslimen nicht vielmehr den gekreuzigten Jesus bezeugen, der auch sie liebt und auch für ihre Sünden gestorben ist, um sie so vor dem ewigen Tod in der Hölle zu bewahren, die  ihnen von Allah angedroht wird? Können wir überhaupt ermessen, wie bedrückend ein solcher Glaube sein muß?

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