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Trump, ein „Kyros?“ Jüdische Verfehlung?

Geschrieben von Thomas Schneider am 15. Oktober 2025

Thomas Schneider, Evangelist AG WELT, Foto: lichtzeichen-medien.com

von Thomas Schneider

Donald Trump äußerte während seines Wahlkampfes, er könne den Krieg zwischen Russland und der Ukraine in 24 Stunden beenden. Am 29. Juli 2023 sagte er in Erie (US- Bundesstaat Pennsylvania): „The war is going to be settled … It’ll be done within 24 hours, you watch.“ Ob es wirklich „sarkastisch“ gemeint war, wie er später behauptete, bleibt sein Geheimnis. Doch was ist daraus geworden? Der Krieg geht unvermindert weiter und Trump lässt unentwegt moderne Waffen liefern. Er ist ein Geschäftsmann. Die global agierenden Strippenzieher, die Trump an einer langen Leine führen, leben von den Gewinnen aus der Kriegswirtschaft. Die vielen Kriegstoten scheinen eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Israel – eine andere Kategorie

Der kriegerische Nahost-Konfikt scheint in eine andere Kategorie zu fallen, man kann auch sagen: in ein anderes Planspiel der Mächtigen. Trump darf (vorerst) den Gaza-Krieg beenden und für die Freilassung vieler Geiseln eintreten. Selbst die Trump feindlich gesinnten Mainstraem-Medien sehen sich „gezwungen“ (Fragezeichen) positiv zu berichten. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnet das Ereignis als „Anfang: der Beginn von Heilung und ein Schritt auf dem Weg zu Frieden im Nahen Osten.“ Was steckt aber wirklich dahinter?

Trump – ein Kyros?

In Israel wird Trump als „Kyros“ gefeiert [hebräisch: כּוֹרֶשׇׁ, Koresh; Kóres = Cyrus (persisch)]. Knesset-Sprecher Amir Ohana ließ sich dazu hinreißen, Trumps Handeln – kurz nach der Freilassung der letzten israelischen Geiseln aus Gaza, also im Kontext des von Trump vermittelten Waffenstillstands – mit biblischen Wundern zu vergleichen. Ohana sagte zum US-Präsidenten sinngemäß: „Sie sind ein Gigant der jüdischen Geschichte, für den wir zweieinhalb Jahrtausende durch den Nebel der Zeit zurückblicken müssen, um eine Parallele zu finden – zu Kyros dem Großen.“

Überzogene Historie?

Zur Historie: Kyros der Große (er regierte zwischen 559 und 530 v. Chr.) war der nichtjüdische persische König, eine von Gott berufene Person, die den Juden nach dem Babylonischen Exil die Rückkehr nach Jerusalem und den Wiederaufbau des Tempels erlaubte (Esra 1,1-4). „So spricht der HERR zu seinem Gesalbten Kyros, den ich ergriffen habe, damit er alles tut, was mir gefällt, …“, heißt es beim Propheten Jesaja (45,1).

Der Jude Ohana zieht also bewusst eine biblisch-historische Parallele und vergleicht Trump mit einem Herrscher, der das jüdische Volk aus Not und Gefangenschaft „befreit“ hat – im aktuellen Fall durch die Freilassung der Geiseln und den vermittelten Frieden. Immerhin zählt Ohana zu den führenden Repräsentanten im Einkammerparlament (Versammlung) Israels, deren Hauptaufgaben die Gesetzgebung, die Wahl des Staatspräsidenten und die Überwachung der Regierung sind.

Dieser Jude stellt Trump nicht einfach als Verbündeten dar, sondern als epochale Figur der jüdischen Geschichte – also in einer Linie mit Personen, die in der Bibel erwähnt werden. Ist also eher den liberalen Kommentatoren zuzustimmen, dass Trumps heroische Einstufung seitens der Juden einem Personenkult gleicht?

Verfehlte jüdische Zuschreibung?

Nach der Bibel war Kyros ein Werkzeug Gottes, er hatte eine göttliche Berufung. Ist es deshalb legitim, Trump in der Geschichtsschreibung des jüdischen Volkes in eine Linie mit dem biblischen Kyros aufzunehmen? Wenn die Betonung auf göttlicher Sendung und Autorität liegt und nicht auf persönlicher Macht, dann bleiben doch starke Zweifel. Fest steht, dass Gott im Regiment sitzt und selbst Ungläubige für seinen Heilsplan einsetzen kann. Es ist aber ein markanter Unterschied, ob Gott einen Menschen einsetzt oder ob Juden einem Menschen die Kyros-Krone aufsetzen.

Ohne Zweifel hat der US-Präsident Jerusalem im Jahr 2017 als Hauptstadt Israels anerkannt und verlegte die US-Botschaft offiziell von Tel Aviv nach Jerusalem. Ohne Zweifel steht Trump zu dem Volk, das Gott als Sein Volk auserwählt hat. Doch immer wieder gab es und gibt es auch charismatische Figuren, die den Menschen etwas vortäuschen und eher zu den Gegenspielern Gottes gehören.

Ohne Frage ist die Zusprechung der Königsmacht (Kyros) an Trump als messianische Zuschreibung verfehlt. Da aber Juden im Alten Bund hängen geblieben sind und Jesus Christus als den Messias nicht anerkennen, erwarten sie immer noch den Gesalbten – Christus.

Kyros – Vorschattung auf Christus

Kyros, der persische König, ist mit seinem Handeln nach dem Willen Gottes eine Vorschattung auf Jesus Christus, der die Menschen endgültig und auf ewig aus ihrer irdischen Gefangenschaft der Sünde herausführen will, um sie ins „gelobte Land“, in Gottes Reich zu bringen. Allein Christus kann Juden Augen und Herzen öffnen, sodass sie nicht mehr nach einem Kyros Ausschau halten müssen.

Für Christen gilt: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2.Petrus 3,13) Auch gläubigen Juden dürfte das Wort des Propheten Jesaja (65,17) nicht verborgen geblieben sein: „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.“

Allein Christus ist der König aller Könige und HERR aller Herren. Und ER wird wiederkommen. Denen, die IHM vertrauen, hat er „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ versprochen (Offenbarung 21,1). Einen irdischen Retter aus Krieg, Elend und Ungerechtigekeit wird es niemals geben. Auch ein Trump kann das nicht schaffen, selbst wenn ihm ein „Kyros-Orden“ verliehen wird.

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Peter Hahne – 20.03.2026

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