
von Thomas Schneider
Gestern haben wir dazu aufgerufen: „Deutsches Volk! Komm zurück zu Gott!“ Heute geht es ergänzend um die Frage, was mit der Kirche Christi geschieht, wenn sie der Welt Freund sein will.
Heute ist Sonntag, der Tag des HERRN. Und wir feiern den Ersten Advent. Adventszeit ist Bußzeit! Von der Kirche Christi ist über Jahrhunderte hinweg ein heiliger Überrest geblieben. Der hat erkannt: Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.
Dieses Gotteswort aus dem Jakobusbrief (4,4b) spricht eine unmißverständliche Wahrheit aus. Diese Wahrheit stellt klar, daß es keine Neutralität gibt, wenn es um das Verhältnis zwischen der Kirche Christi und der Welt geht.
Die Welt, wie sie in der Bibel beschrieben wird, ist das System von Sünde und Auflehnung gegen Gott. Wer sich mit diesem System verbündet, stellt sich nicht nur in Opposition zu Gott, sondern ist Sein Feind. Es geht um die grundsätzliche Haltung des Herzens und darum, sich nicht von den Verlockungen der Welt vereinnahmen zu lassen, sondern dem Willen Gottes und seiner Heiligkeit zu entsprechen.
Der heilige Überrest, der von der Kirche Christi geblieben ist, wird sich nach Gottes Ehre und der Erfüllung Seines Willens ausstrecken und nicht nach dem, was die Welt alles bietet. Jesus selbst spricht im Johannesevangelium (15,18-19) davon, wenn er sagt: Wenn die Welt euch haßt, so wisst, dass sie mich vor euch gehaßt hat. Wärt ihr von der Welt, so würde die Welt das Ihre lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt.
Der wahre Jünger Jesu ist also von der Welt getrennt, abgesondert, von Christus aus ihr herausgerufen. Deshalb sucht er eine Gemeinde, in der Gottes Wort unverfälscht gepredigt wird. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt (2Tim 3,16). Der wahre Jünger Jesu weiß auch, daß es überall im Land und auf der ganzen Erde Menschen gibt, die zu diesem heiligen Überrest dazugehören.
Wozu gehören dann aber alle anderen, die zu Weihnachten oder anderen Festtagen in eine Kirche gehen, vielleicht sogar getauft und konfirmiert sind, aber nicht glauben, daß die Bibel das von Gott inspirierte Wort Gottes ist und gemeinsam mit Gottlosen an einem Joch ziehen? Sie gehören zur Welt. Gott warnt eindrücklich in 2. Korinther 6,17: Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, spricht der HERR, und rühret nichts Unreines an, so will ich euch annehmen.
Eine Kirche, die den Götzen Allah als den Gott Abrahams anerkennt, gehört zur Welt. Eine Kirche, die andere Geschlechter als nur einen Mann und eine Frau segnet und traut, gehört zur Welt. Eine Kirche, die der Ermordnung von ungeborenen Kindern freien Lauf läßt, gehört zur Welt. Eine Kirche, die sich nicht schützend vor Menschen stellt, die sich nicht impfen lassen wollen, gehört zur Welt. Wahre Jünger Jesu haben dort nichts verloren und sie werden dort auch nichts finden, was Gott alle Ehre gibt.
Die Absonderung von der Welt ist keine freiwillige Option, sondern ein Gebot Gottes an seine Kirche. Der heilige Überrest der Kirche Christi akzeptiert und toleriert die von Sünde und Schuld getragenen Kompromisse einer modernen Gesellschaft nicht, sondern folgt dem Ruf Gottes zur Heiligkeit. Doch aufgepaßt! Wer meint, er sei kein Sünder und stehe sattelfest im Glauben, der gebe Acht, daß er nicht fällt (1Kor 10,12). Denn Hochmut kommt vor dem Fall (Spr 16,18).
Der heilige Überrest der Kirche Christi lebt auch (wie alle Ungläubigen) in der Welt, aber er lebt nicht nach den Maßstäben der Welt. Wahre Nachfolger Jesu sind ein heiliges Volk, ein königliches Priestertum (1Petr 2,9).
Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. Ein Christ muß sich entscheiden, ob er zur Welt (zu der auch eine vom Teufel verführte Kirche zählt) oder zum heiligen Überrest der Kirche Christi gehören will. Eine Kirche, die der Welt zugeneigt ist, hat ihren von Gott gegebenen Auftrag ad absurdum, also zur Sinnlosigkeit geführt. Ihr stehen Geld, Macht, Einfluß und Anerkennung näher als Christus, der sich für sie geopfert hat.
Jesus Christus hat seine Nachfolger auf die Angriffe vorbereitet, die sie zu spüren bekommen, wenn sie nicht der Welt Freund sein wollen: Wundert euch nicht, Brüder und Schwestern, wenn euch die Welt haßt (1Joh 3,13). Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters (1Joh 2,15). Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1Tim 2,4). Doch wer nicht will, den wird ER nicht zwingen.
Viele Menschen in der Kirche wollen in Gottes Reich kommen. Doch es werden wenige sein, die Anteil daran haben werden. Die meisten wählen den breiten Weg, der in die Verdammnis führt (Mt 7,13) – Hand in Hand mit der Welt. Deshalb mahnt Jesus seine Nachfolger: Ringt darum, daß ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, daß sie hineinkommen, und werden’s nicht können (Lk 13,24). Es geht um ewiges Leben oder ewigen Tod.