
von Ernst Martin Borst
Das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr (24.12.2024 bis 28.12.2025) neigt sich dem Ende. Obwohl es eigentlich bereits am 28.12.25 endet, wird es erst mit der feierlichen Schließung der Heiligen Pforte des Petersdoms durch Papst Leo XIV. am 6. Januar 2026 offiziell beendet.
Die Römisch-Katholische Kirche (RKK) feiert, durch Papst Bonifatius III. eingeführt, seit 1300 Heilige Jahre. Zunächst alle 50 Jahre und seit 1475 alle 25 Jahre. Zwischendurch gab und gibt es immer wieder mal außerordentliche Heilige Jahre wie z.B. 1983 mit dem Thema Erlösung und 2015/16 mit dem Thema Barmherzigkeit. Zum Heiligen Jahr 2025 schrieb das Erzbistum Paderborn:
„Im Heiligen Jahr 2025 kann vom 29. Dezember 2024 bis zum 28. Dezember 2025 jeden Tag von Katholikinnen und Katholiken der Jubiläumsablaß gewonnen werden. So geht es:
- Empfang des Sakraments der Versöhnung, der Beichte (ggf. auch einige Tage vorher oder nachher) und persönliche Abkehr von aller Anhänglichkeit an Sünde
- Empfang der Heiligen Kommunion
- Gebet in den Anliegen des Papstes (z.B. ein Vater Unser oder ein Gegrüßet seist du, Maria)
- einer Wallfahrt nach Rom und Besuch einer der päpstlichen Basiliken mit einer Heiligen Pforte
- einer Wallfahrt ins Heilige Land
- dem Besuch einer der Kirchen der Orte der Hoffnung im Erzbistum Paderborn
- Werken der Barmherzigkeit als einer Pilgerfahrt zu Christus: Unterstützung und Hilfe für benachteiligte Menschen (z.B. Alte, Kranke, Gefangene, Einsame, Bedürftige);
- dem Einsatz der eigenen Zeit für die Gemeinschaft im Ehrenamt;
- Fasten: leibliches Fasten, Freitagsopfer, Verzicht auf Ablenkungen (z.B. Fernsehen, Soziale Medien, …) einen ganzen Tag in der Woche, oder eine Spende.
- Allen, denen es aufgrund von Einschränkungen (z.B. Krankheit, Pflege, Beruf …) nicht möglich ist, eines dieser genannten Werke zu tun, kann ein Ablaß gewährt werden, wenn sie im Geiste vereint mitbeten und ihre Nöte vor Gott bringen.
Der Hauptschwerpunkt eines Heiligen Jahres liegt laut RKK auf dem Thema Ablaß. Die RKK lehrt:
„Was ist der Ablaß? Nach katholischer Lehre werden durch Beichte, Reue, Wiedergutmachung und Vergebung nicht alle Spuren und Folgen der Sünde getilgt. Es bleiben die „zeitlichen Sündenstrafen“, die der Gläubige nach traditioneller Vorstellung im Fegefeuer verbringen muß, bevor er in den Himmel kommt. Mit dem Ablaß sollen diese „zeitlichen Sündenstrafen“ verkürzt werden. Dazu gehören neben dem Durchschreiten einer Heiligen Pforte bestimmte Gebete und Bußwerke wie der Besuch von einsamen Menschen. Für Kranke und Gefangene hat Franziskus auch die Türen von Gefängniskapellen und die Krankenbetten zu einer Art Heiliger Pforte erklärt.“
Ein zweiter wichtiger Aspekt im Heiligen Jahr 2025 ist die Verehrung und Anbetung von Maria. Dies wird in vielen Mitteilungen der Bistümer deutlich. Beispiel:
„Die Gottesmutter verkörpert die menschlichen und christlichen Werte, die wir hochhalten müssen. Ihr Bild in der Öffentlichkeit schenkt Hoffnung und Orientierung bei der Mitgestaltung der Gesellschaft heute. Daran hat Kardinal Ratzinger in München vor der Mariensäule erinnert und ein Gebet gesprochen. Wir stimmen darin ein mit dem Ruf: „Bitte für uns“. Mutter des Herrn, unsere Vorfahren haben dich als ihre Schutzherrin erwählt als Herzogin ihres Landes. Bitte für uns“
Noch ein Beispiel:
„Auf vielen Wegen pilgern auch heute Gläubige zu Wallfahrtsorten und wenden sich an Maria, um ihre Hilfe, ihren Beistand und Trost, ihren Schutz und Segen. Das wollen auch wir jetzt tun, in dem wir sie anrufen, in den vielfachen Anliegen unseres Lebens.
Maria, wir rufen zu dir!
In allen Ängsten und Nöten um das Wohl und die Gesundheit des Leibes und der Seele.
Maria, wir rufen zu dir!
Für den Auftrag der pilgernden Kirche in versöhnter Vielfalt ein Werkzeug der Einheit zu sein. Maria, wir rufen zu dir!
Für die Treuen, die in aller Stille durch ihr Dasein und ihr Gebet zum Segen für andere werden. Maria, wir bitten dich!
Für die Tapferen, die am Kummer anderer teilnehmen und ihn mittragen.
Maria, wir bitten dich!
Für alle Trauernden auf ihren einsamen Wegen und tiefen Tälern, für die Sterbenden in ihren letzten Stunden und alle, die uns vorausgegangen sind.
Maria, wir bitten dich!
Maria, du Mutter des Wortes, du Zeichen der Hoffnung und Quelle des Trostes. Die Pilgerwege deines Lebens damals ermutigen uns auch heute zuversichtlich in die Zukunft zu schauen und hoffnungsfroh unsere Wege zu gehen. Amen.“
[Quelle: Gebetsheft Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung, Bistum Würzburg 2024 / Seiten 33 – 36]
Die RKK beruft sich bei der Durchführung der Heiligen Jahre auf den Bibeltext aus dem 3. Buch Mose Kapitel 25. Bei diesem Text beachtet die RKK nicht, daß es sich erstens um einen alttestamentlichen Text handelt und zweitens, daß dieser Text aufrufen will, GOTT die Ehre zu geben und SEINEN Satzungen zu folgen. Das von der RKK ausgerufene Heilige Jahr und alle Lehren und Praktiken, die damit einhergehen, stehen konträr zur biblischen Botschaft. Um von seiner Sündenlast befreit zu werden, bedarf es keiner Heiligen Jahre, keiner Pilgerreisen, keiner Gebete an Maria, kein Durchschreiten einer Heiligen Pforte, keines Rosenkranzgebetes und keines Anrufen von Heiligen. Die BIBEL lehrt etwas völlig anderes.
Gottes Wort sagt:
„Und ist in keinem anderen Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.“ Apostelgeschichte 4,12
„Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.“ Römer 3,23+24
„Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.“ Hebräer 9,12
Die Bibel ist eindeutig: Menschen müssen sich nicht abmühen, um gerettet zu werden. Im Gegenteil, der Mensch kann überhaupt nichts dazu tun. ER, JESUS CHRISTUS, hat alles getan. IHM sei die Ehre! Dieses klare Evangelium wird den Mitgliedern der RKK vorenthalten. Erschütternd ist, daß auch Evangelische Kirchen, Freikirchen und Werke wie z.B. die Evangelische Allianz die eindeutigen Irrlehren und Irrwege der RKK bewußt übersehen und immer mehr mit ihr zusammenarbeiten. So werden weitere Menschen getäuscht. Alle Verantwortlichen sollten nicht übersehen:
„Täuscht euch nicht: Gott läßt sich nicht verspotten!“ Galater 6,7
Lesen Sie auch unsere Flyer: