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Götter, Götzen, Religionen (Teil 2: Buddhismus)

Foto: AG WELT

von Thomas Schneider

Im ersten Teil zum Thema „Götter, Götzen, Religionen“ haben wir die Frage in den Raum gestellt, aus welchen Gründen ein Mensch Sehnsucht nach einem glücklichen Leben hat, sich aber nicht auf Jesus Christus und sein Evangelium einläßt, sondern allen Sinn – in dem ohnehin kurzen Leben – bei Göttern, Götzen und Religionen sucht.

Einer Studentin, die am linken Handgelenk einen kleinen Buddha und am rechten Armgelenk ein kleines Kreuz hängen hatte, erzählte ich am Rande eines Straßenfestes von dem Bettelmönch Siddharta Gautama, der unter einem Feigenbaum eine Erleuchtung hatte und daraus die Lehre des Buddhismus entwickelte.

Nach der Lehre des Buddhismus wird der Kreislauf (das „Rad“) des Lebens von den menschlichen Lastern Gier, Unwissenheit und Haß angetrieben. Aus diesem leidvollen Leben kannst du – so diese Religion – nur befreit werden, wenn du dich richtig anstrengst und den „Achtgliedrigen Pfad Buddhas“ gehst. Dieser Pfad besteht aus den knallharten ethischen Lebensregeln Weisheit und Sittlichkeit.

Um Weisheit zu erlangen, mußt du die rechte Erkenntnis und die rechte Gesinnung haben. Zur Erlangung der Sittlichkeit mußt du recht reden, recht handeln und einen rechten Lebenserwerb haben. Und damit das mit der Weisheit und mit der Sittlichkeit auch funktioniert, mußt du dich in die rechte Meditation vertiefen und rechtes Streben sowie rechte Aufmerksamkeit üben.

Die Laster Gier, Unwissenheit und Haß halten dich fest – so bekennt der Buddhist – in einem ständigen Kreislauf von Wiedergeburten, dem sogenannten „Samsara“. Das heißt: Wenn du stirbst, dann wirst du wiedergeboren. Und wenn du wieder stirbst, dann wirst du wiedergeboren. Und wenn du wieder stirbst, dann wirst du … – und so weiter. Dieses unentwegte Wiedergeborenwerden muß die Hölle sein! Immer wieder mußt du dich total anstrengen, um auf eine neue Wiedergeburt zu hoffen.

Alles, was ein Buddhist denkt und tut, das bezeichnet er als „Karma“. Hast du als guter Mensch gelebt, also hast du dir gutes Karma angesammelt, dann ist es besser. Hast du in deinem Leben schlechtes Karma angesammelt, dann kann es passieren, daß du die nächste Wiedergeburt als Kakerlake, als Spinne oder als Gespenst erleben mußt. Du bekommst nach der buddhistischen Religion immer das, was du verdient hast. Wenn`s gut läuft, dann wirst du vielleicht als kleiner niedlicher Affe oder als Elefant wiedergeboren. Keiner weiß das so richtig.

Und am Ende zahlloser Wiedergeburten kannst du – so der Buddhist – das höchste Ziel erreichen: das sogenannte „Nirvana“, die Reise ins Nichts, in die Auflösung, in die Auslöschung. Und das nennt die Lehre des Buddhismus „Seligkeit“. Wenn du ins Nichts verschwunden bist, das sei dann Seligkeit – dann sei nach Siddharta Gautama dein Leben gelungen.

Was ist das für eine unheimliche Sehnsucht, die Menschen dazu treibt, sich selbst loszuwerden! Sie glauben an eine Religion, die sagt: Das alles um dich herum, das gibt’s in Wirklichkeit gar nicht. Und du brauchst dich vor keinem Gott verantworten. Denn im Buddhismus gibt es keinen Gott. 

Diese Studentin hatte sehr aufmerksam zugehört. – Einige Wochen später bekomme ich von ihr eine E-Mail, in der es u.a. heißt: „Ich bin Dir so dankbar, daß du mir das alles erklärt hast und daß ich jetzt diesen Buddha nicht mehr brauche, weil ich Jesus Christus gefunden habe“.

In Teil 3 erhalten Sie Informationen zur Religion des Hinduismus.

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