
von Thomas Schneider
Die Manipulation ist die beste Methode, um Menschen in eine andere Denk- und Glaubensrichtung zu führen?
Aber was ist Manipulation? Greift man zu weltlichen Lexika, da heißt es beispielsweise im „Dorsch“, einem Lexikon der Psychologie: „Manipulation ist ein unscharfer Begriff für verschiedene Formen der Einflußnahme.“ Bei „Stangl“, einem Lexikon für Psychologie und Pädagogik, steht: „Als Manipulation bezeichnet man in der Psychologie ganz allgemein die soziale Einflußnahme, die für die Betroffenen sowohl positiv wie negativ sein kann.“
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) schreibt: „Wenn ich will, daß andere Menschen etwas ganz Bestimmtes tun, versuche ich, sie so zu beeinflussen, daß sie nach meinem Willen handeln.“ Damit scheint die bpb in den letzten Jahrzehnten recht erfolgreich gewesen zu sein. Und viele Parteipolitiker haben es gelernt, wie man das Volk am besten für die eigenen Zwecke manipulieren kann. Doch so langsam scheint – der Osten Deutschlands lebt es vor – auch im Westen so mancher auszuschlafen.
Aber versucht nicht jeder Mensch einen bestimmten Rang zu erobern, sich den besten Platz zu sichern? Ja, und genau das ist einer der Gründe, wieso so viele christliche Gemeinden zerbrechen. Auch der Gläubige steht in der Gefahr, sich am Kampf der Rivalen zu beteiligen und damit Christus aufs Spiel menschlicher Machtgelüste zu setzen. Woher kommt dieser Drang nach Macht und Einfluß?
Nun soll an dieser Stelle nicht der Sündenfall aus Genesis 2 ausführlich behandelt werden. Aber genau dort finden wir die Quelle für das Wirken des Teufels bis zu dieser Stunde. Der Mensch hat sich dem Gegner Gottes ausgeliefert, um mehr zu erkennen und mehr zu wissen als Gott. Und bei dem scheinbar unschlagbaren Angebot des Teufels, daß der Mensch nicht sterben müsse, daß er sein könne wie Gott und dann selbst alle Erkenntnis über Gutes und Böses zu haben, da wird der Mensch schwach – so, wie der Mann, wenn er da eine große hübsche Blondine auf dem Marktplatz entlangschlendern sieht.
Und gerade bei den Schwächen des Menschen setzen die Manipulationsmethoden des Teufels ganz individuell an – auf jeden einzelnen Menschen paßgenau zugeschnitten. Gottes Widersacher weiß, wie du tickst und wie du im Leben trickst. Wir sollten uns immer wieder fragen: Wo gebe ich dem Gegner Gottes Anlaß und eine Chance anzugreifen, mein Leben zu beeinflussen, mich und meine Begierden so zu lenken, daß sie mich von Jesus Christus wegziehen?
Der Teufel weiß: Seine Zeit ist begrenzt und geht zu Ende. Und so nutzt er jede nur denkbare Möglichkeit, um uns gegen Gott und Seinen Heilsplan aufzustacheln: „Ja, sollte Gott gesagt haben…?“ (1. Mose 3,1) Die Anzahl der Angriffsflächen ist unendlich groß und reicht von außerehelichen sexuellen Lustgefühlen bis hin zu Lug und Trug. Manchmal findet Satan gleich mehrere Ansatzpunkte und legt seine dreckigen Pfoten in die offenen Wunden unseres Lebens. Er will verhindern, daß allein Jesus Christus der HERR in unserem Leben ist. Er will verhindern, daß wir wie ein kleines Kind voll Vertrauen zu Jesus Christus beten, wie es in dem alten Abendgebet von Luise Hensel heißt: „Hab‘ ich Unrecht heut getan, sieh es, lieber Gott, nicht an! Deine Gnad in Jesu Blut machen allen Schaden gut.“
Es ist dem Teufel ein Grauen, wenn Licht ins Dunkel seiner Machenschaften leuchtet, wenn Sünde offengelegt und bekannt wird, wenn wir vor Gott Buße tun und den Sühnetod Christi als unsere Rettung erkennen und bekennen.
________________________________________