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Manipulationsmethoden des Teufels (Teil 6/Ende)

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von Thomas Schneider

Christen sind aufgefordert, Satan und seinen Manipulationsmethoden zu widerstehen – mit täglichem Bibellesen und Gebet und in Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern. Nur wenn wir uns an Jesus gebunden wissen, wird Satan uns nicht binden können.

Wir haben dem Teufel nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen! Auch er weiß, daß wir allesamt Sünder sind und die Herrlichkeit Gottes verloren haben (Römer 3,23). Allein das Blut unseres HERRN Jesus Christus macht uns rein von aller Sünde (1. Johannes 1,7). Christus ist der Weinstock, wir sind die Reben. Wenn wir in Christus bleiben, bringen wir viel Frucht. Getrennt von IHM können wir gar nichts bewirken (Johannes 15,5) und sind dem Gegner Gottes hilflos ausgeliefert – wie ungeschützte Hühner dem Fuchs.

Weiter will uns der Teufel einreden, daß wir Macht und Einfluß haben müssen, um etwas zu sein. Beim dritten Anlauf Satans, Jesus zu versuchen, da zieht er seine letzte Karte. Er zeigt dem HERRN Jesus alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht: „Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“ Was antwortet Jesus? Jesus verweist auf 5. Mose 6,13 und 5. Mose 10,20: „Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen«.“ – Wir sollen Gott allein (!) dienen!

Solus Christus – Jesus allein! Aber was tut der Mensch? Er läßt sich vom Teufel eine Götterfabrik andrehen, die ihn in die totale Pleite führt. Er kommt nicht immer mit Gebrüll daher, sondern oft auf leisen Sohlen und will uns schmeicheln: „Gesundheit, Wohlstand, Erfolg. Das alles kannst du haben, wenn du mir vertraust, mich anbetest und endlich damit aufhörst, diesem Jesus nachzujagen!“

Hinterlist, Falschheit, Arglist, Tücke, Intriganz sind ebenfalls geniale Manipulationsmethoden des Teufels. Gott sagt in Sprüche 8,8: „Alle meine Worte sind recht, keines davon ist hinterlistig und falsch.“ Wem glaubt der Mensch: Gott oder Satan? Wem glaubt der Mensch: dem Retter von Sünde und Tod, dem Licht der Welt, Christus – oder dem, der alle hinters Licht führen will? Lassen wir uns nicht vom Teufel verführen, sondern von Jesus Christus in den Himmel führen!

Jetzt sage nur nicht: „Das kann mir nicht passieren! Ich kenne doch die Manipulationsmethoden Satans…“ Denn dann sei dir vom HERRN aus 1. Korinther 10,12 gesagt: „Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle!“ Selbst die engsten Nachfolger des HERRN Jesus hat der Teufel gegen Gott eingesetzt. Denken wir nur an das Gespräch Jesu mit Petrus (Matthäus 16,23): „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen…“ Jesus will seinen Jüngern klar machen, daß er bald verraten werden und sterben wird. Da versuchte der Teufel den Petrus, der dann sagte: „Niemals, Herr! Das darf auf keinen Fall mit dir geschehen!“ Der Teufel hat Petrus mißbraucht und wollte Jesus vom Heilsplan Seines himmlischen Vaters abbringen.

Auch hohe Theologen, damals waren es Schriftgelehrte, manipuliert der Teufel. Doktoren und Professoren der Theologie lehren an Theologischen Fakultäten der Universitäten den Studenten, was nicht mit dem Wort Gottes konform geht. Selbst an einst bibeltreuen Ausbildungsstätten und Bibelschulen hat die liberale Theologie Einzug gehalten. Mit der Installierung von Frauen im Leitungs- und Predigtamt in Kirchen und Verbänden konnte der Teufel, wie ein Terrorist, einen schweren Dammbruch gegen Gott und Sein Wort erzielen – nun geht geistlich sukzessive alles den Bach runter.

Damals wollten Schriftgelehrte und Pharisäer Jesus in aller Öffentlichkeit bloßstellen. Das Blamieren, das Bloßstellen, ist eine beliebte Methode des Teufels, die auch in unseren Tagen gang und gäbe ist. Die Sensationslust kannte und kennt bis heute keine Grenzen. Damals verlangte man Zeichen vom Himmel von Jesus (Matthäus 16,1). Heute wird mancherorts gepredigt: „Du glaubst nur nicht richtig, sonst wärst du gesund und dir würde es in allem gut gehen…“ Peinlich nur, wenn der Prediger solcher Irrlehre eine Brille oder ein Hörgerät trägt, an Kreuzschmerzen oder an sonstwelchen körperlichen oder psychischen Gebrechen leidet.

Es gibt Menschen, bei denen hat es der Teufel geschafft, daß sie ihre vom Schöpfer gegebene Identität in Frage stellen, ob sie im richtigen Körper sind. Gottes Widersacher läßt sie daran zweifeln, daß sie Junge oder Mädchen, Mann oder Frau sind. Gottes Schöpfungsordnung und Ebenbildlichkeit wird abgelehnt. Der Durcheinanderbringer fügt solchen Menschen einen Schaden zu, der nach operativen Eingriffen nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen, daß sich immer mehr Menschen tätowieren lassen. Selbst wenn sie damit ihren Sexus anregen und damit beeindrucken wollen, sie leiden unter einer Identitätsstörung. Sie können sich nicht so lieben, wie sie Gott geschaffen hat. Und das ist vom Satan so gewollt, denn er will einen Menschen machen, der kein Ebenbild Gottes ist.

Der Teufel ist der Erfinder der Manipulation und wendet die widerlichsten Methoden an. So auch das Heucheln. Er setzt Menschen einen Heiligenschein auf, läßt sie schauspielern, so tun als ob, läßt anderen etwas vorgaukeln. Vortäuschung falscher Tatsachen. Unter Christen keine Seltenheit. In einem alten Jugendlied von Jörg Swoboda heißt es: „Warum hat das Alte einen Heiligenschein? Soll Gottes Geist nicht der Wegweiser sein? Nur da beginnt Gott, wo aufgeräumt wird! Gott beginnt neu! Macht Platz, räumt auf! Gott will neu beginnen. Macht Platz, räumt auf! Gott fängt neu mit uns an.“

Wenn es einen perfekten Fallensteller gibt, dann ist es Satan. Wer in seine Falle gerät, kommt nur an der Hand Jesu wieder heil heraus. Allein Jesus ist der Heiland! Ja, der Mensch leidet bis zum heutigen Tag –seitdem Gott ihn wegen seiner Sünde aus dem Paradies verstoßen hat. „Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt“, heißt es in Römer 8,22. Doch Gott hat selbst die Versager Adam und Eva vor ihrem Rausschmiss mit Fellen gekleidet. Seine unendlich große Liebe zu uns Menschen hat bis heute kein Ende. Wenn wir unsere alten stinkenden Klamotten ausziehen, unser altes Leben hinter uns lassen und uns über Buße und Vergebung ein weißes Gewand überstreifen lassen, dann sind wir vor den listigen Angriffen des Teufels geschützt und geborgen in der Hand Gottes.

Behalten wir immer im Blick: Die gesamte Schöpfung, so auch jeder von uns, ist der Vergänglichkeit unterworfen. Und was wäre besser, als wenn noch viele Menschen erkennen würden, wie es in dem wohl bekanntesten Lied von Martin Luther „Ein feste Burg ist unser Gott“ heißt: „Und wenn die Welt voll Teufel wär, und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht‘: Ein Wörtlein kann ihn fällen.“

Lassen wir uns nicht vom Teufel manipulieren. Halten wir uns fest am Wort Gottes und Seinem Heilsplan. Folgen wir unserem HERRN und Retter Jesus Christus. Denn, so heißt es in Galater 5,1: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und laßt euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“

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Das war der 6. und letzte Teil zum Thema Manipulationsmethoden des Teufels

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