
von Thomas Schneider
Wer kennt sie nicht, die Redewendung: „Jetzt müssen wir die Kuh vom Eis holen.“
Sie bedeutet: Eine schwierige, gefährliche Situation muß dringend gelöst werden, bevor es zu spät ist. Das Eis trägt nicht ewig. Irgendwann bricht es.
Im Brief des Paulus an die Römer heißt es: „Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“ (Römer 3,23)
Der Mensch lebt ohne Gott auf dünnem Eis. Nach außen mag alles stabil wirken – Erfolg, Gesundheit, Moral, Kirchenmitgliedschaft. Doch innerlich ist die Beziehung zu Gott zerbrochen. Die Bibel nennt das Sünde: ein Leben unabhängig von Gott.
Fest steht: Das Eis trägt nicht ewig: „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ (Hebräer 9,27)
Das Problem ist real. Die Gefahr ist ernst. Die „Kuh“ steht auf dem Eis – und sie kann sich selbst nicht retten. Oft versuchen Menschen, das Problem selbst zu lösen: durch gute Werke, Moral, Religiosität oder Verdrängung. Doch Gottes Wort sagt: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.“ (Römer 3,10)
So, wie sich eine Kuh nicht selber vom Eis ziehen kann, so kann sich der Mensch nicht selber aus dem Sumpf von Sünde und Schuld retten und sich mit Gott versöhnen. Das Evangelium hat die beste Botschaft der Welt: Gott läßt den Menschen nicht auf dem Eis stehen: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8)
Jesus Christus kam in diese Welt, wurde Mensch, lebte ohne Sünde und ging ans Kreuz. Dort trug er die Schuld derer, die sich ohne IHN nicht retten können. „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Lukas 19,10)
Am Kreuz hat Gott die „Kuh vom Eis geholt“ – endgültig, wirksam, aus Liebe. Die Rettung ist vollbracht. Aber sie muß persönlich angenommen werden. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Johannes 3,16) – Ohne Buße keine Vergebung durch Christus.
Die Frage ist nicht, ob das Eis bricht. Die Frage ist, ob du dich retten läßt. „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.“ (Hebräer 3,15)
Wer Jesus Christus im Glauben vertraut, wird vom Eis auf festen Grund gestellt und kann frei durchatmen: „Darum ist jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1)
Jesus ist der Retter.
Das Kreuz ist die Lösung.
Heute ist der Tag der Entscheidung.
Jesus nimmt die Sünder an.
Saget doch dies Trostwort allen,
welche von der rechten Bahn
auf verkehrten Weg verfallen.
Hier ist, was sie retten kann:
Jesus nimmt die Sünder an.
Jesus nimmt die Sünder an;
mich hat er auch angenommen
und den Himmel aufgetan,
daß ich selig zu ihm kommen
und auf den Trost sterben kann:
Jesus nimmt die Sünder an.
(aus dem bekannten Lied von Erdmann Neumeister (*1671 †1756) „Jesus nimmt die Sünder an“)