AG Welt

Eine irreführende Pressemeldung

Screenshot idea.de

von Ernst Martin Borst

Manchmal erweckt eine Pressemeldung einen falschen Eindruck, so in der aktuellen Ausgabe vom Wochenmagazin ideaSpektrum (07.2026) mit der Überschrift: „Erweckungsbewegungen rücken zusammen“. Im Artikel ist zu lesen:

Eine landeskirchliche und eine freikirchliche Erneuerungsbewegung wollen künftig stärker zusammenarbeiten. Darauf haben sich die Leiter der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE Deutschland) in der Evangelischen Kirche und die Geistliche Gemeindeerneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (GGE im BEFG) bei einem Treffen in Hünfeld bei Fulda verständigt. Wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung dazu weiter heißt, wollen beide Initiativen voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2026 Gemeinden zu regionalen Trainingstagen einladen. Ziel sei es, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinden in Theologie und Praxis mit einem Leben in der Kraft des Heiligen Geistes vertraut zu machen. Sie sollen später wiederum andere darin anleiten können. Bei dem Treffen in Hünfeld gab es überdies Beratungen mit zwei weiteren Erneuerungsbewegungen aus der römischkatholischen Kirche und dem Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG). Alle vier Bewegungen teilten die Überzeugung, „dass geistliche Erneuerung und Stärkung von Gemeinden nur im Miteinander nachhaltig gefördert werden können“, heißt es in der Mitteilung. Deshalb wolle man die Zusammenarbeit weiter vertiefen. Die deutschlandweit tätige GGE repräsentiert die Anfang der 60er Jahre entstandene charismatische Bewegung in den evangelischen Landeskirchen. Etwa 10.000 Christen zählen zu den Freunden der GGE. Zum Freundeskreis der GGE im BEFG zählen etwa 1.300 Personen.

Hier wird der Eindruck erweckt, als wenn sich diese vier Gruppen erst jetzt langsam annähern und zusammenarbeiten wollen. Was hier berichtet wird, ist jedoch eindeutig falsch: Die vier charismatischen Bewegungen

arbeiten seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen eng zusammen. So gehören alle vier Organisationen auch der Bewegung Christlicher Convent Deutschland (CCD) an (nähere Informationen zum CCD unter AG 2015). Auch geben die vier Organisationen seit 2025 gemeinsam erarbeitete ökumenische Handbücher heraus (wir berichteten bereits darüber: Warnung vor charismatischen Publikationen).

Mag sein, dass die vier charismatischen ökumenischen Verbände jetzt noch mehr ihre Kräfte bündeln wollen, doch der Pressebericht verschweigt die bisherige umfangreiche Zusammenarbeit. Ein noch stärkeres gemeinsames Auftreten der vier Gruppen bedeutet für die Gemeindelandschaft:

Es gilt also, auf größte Wachsamkeit zu achten. Unsere Gemeinden brauchen Christen, die sich allein auf die Heilige Schrift und ihre Unfehlbarkeit gründen. Falsche Lehre, wie sie von katholischen, ökumenischen und charismatischen Personen und Gruppen gelehrt und praktiziert wird, ist abzulehnen und zu meiden. Die Bibel, GOTTES Wort, sagt es klar und deutlich:

„Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir abermals: So jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht!“ Galater 1,8-9

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Hinweis: Zu den Lehren und Praktiken der genannten Bewegungen beachten sie bitte unsere Flyer:

Berliner Erklärung (1909) gegen die sog. Pfingstbewegung [AG1087

Beten für Verstorbene [AG1005]

Beten zum Heiligen Geist? [AG1006]

Charismatischer Katholizismus [AG1009]

Exerzitien – Hörendes Beten – Jesusgebet [AG101]

Ökumene [AG1083]

Verehrung von Heiligen [AG2000]

und weitere unter Wissen! Wachsen! Weitersagen!

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