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Sehenden Auges blind

Geschrieben von Thomas Schneider am 5. Februar 2026

Foto: Quelle unbekannt

von Thomas Schneider

Rein metaphorisch bedeutet „Sehenden Auges blind“, daß der Mensch etwas nicht wahrnimmt oder eben ignoriert, obwohl es offensichtlich ist. Man kann auch sagen: Der Mensch schaut der Realität nicht ins Auge, er vermeidet schwierige Situationen und lebt lieber in seiner Illusion – in seiner Wohlfühlblase. Unangenehme Wahrheiten will er nicht wahrhaben. Ein solcher Mensch ist ein Tagträumer.

Den Ausdruck „Sehenden Auges blind“ thematisiert die Bibel immer wieder als einen geistlichen Zustand. Der Mensch besitzt zwar funktionierende Augen und ist äußerlich sehend, innerlich jedoch bleibt er blind. Geistlich bedeutet: vom Heiligen Geist gewirkt, durch Gottes Wort erkannt, auf Christus ausgerichtet, im Leben sichtbar.

Ist die Blindheit eines Christen nicht körperlicher, sondern geistlicher Natur, dann hat das tiefgreifende Folgen für Erkenntnis, Glauben und Gehorsam gegenüber Gott. Jesus selbst spricht dieses Thema mehrfach an. In Matthäus 13,13 sagt er beispielsweise: „Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen; denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht und verstehen es nicht.“

Sehen allein genügt also nicht. Erkenntnis setzt ein offenes Herz voraus. Die Blindheit liegt nicht im Mangel an Information, sondern im fehlenden Willen zur Umkehr und zum Glauben. Der Prophet Jesaja beschreibt diesen Zustand bereits im Alten Testament: „Macht das Herz dieses Volkes träge, verstopft ihre Ohren und verklebt ihre Augen, daß sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren.“
(Jesaja 6,10) Diese Worte zeigen, daß geistliche Blindheit eine Folge verhärteter Herzen ist.

Ein besonders eindrückliches Beispiel findet sich bei den Pharisäern. Sie kannten die Schrift, sie sahen die Zeichen Jesu, sie hörten seine Lehre und lehnten ihn dennoch ab. In Johannes 9,41, nach der Heilung des Blindgeborenen, sagt Jesus: „Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde; nun aber sagt ihr: Wir sind sehend; darum bleibt eure Sünde.“ Die Pharisäer halten sich selbst für sehend – genau darin liegt ihre Blindheit. Ihre Selbstgerechtigkeit verschließt ihnen den Zugang zur Wahrheit.

Die Bibel macht klar, daß geistliche Blindheit nicht zufällig entsteht. Paulus schreibt: „Der Gott dieser Welt hat den Sinn der Ungläubigen verblendet, damit ihnen nicht aufgeht das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi.“ (2. Korinther 4,4) Der Mensch wird von Sünde, Stolz und Selbstbestimmung beherrscht. Wer sich selbst zum Maßstab macht, verliert den Blick für Gottes Wahrheit.

Die gute Nachricht ist: Geistliche Blindheit ist heilbar. Kein Mensch muß „sehenden Auges blind“ bleiben. Jesus sagt von sich: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) Der Mensch kann sich nicht selbst geistlich sehend machen; er ist auf die Gnade Gottes angewiesen. Über Demut, Buße und Glauben öffnet Gott die Augen des Herzens.

Paulus bezeugt dies in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus: „Er hat uns die Augen des Herzens erleuchtet, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr berufen seid.“ (Epheser 1,18) „Sehenden Auges blind“ ist aus biblischer Sicht nicht nur eine metaphorische Beschreibung, sondern eine Warnung! Wer Gottes Wort hört und dennoch verhärtet bleibt, steht in Gefahr, an der Wahrheit vorbei und verloren zu gehen. Jesus ruft: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (Markus 4,9)

Geistliche Blindheit ist eine Tragik sondergleichen, weil sie vermeidbar ist. Gott offenbart sich klar in seinem Wort und in Jesus Christus. Doch nur der, der sich demütig von Gott führen läßt, wird wirklich sehend.

Wenn ein Mensch, der nicht an Jesus Christus glaubt (auch in Anbetracht der Geschehnisse in unserem Land und weltweit) „sehenden Auges blind“ ist, muß man sich nicht wundern. Wundern darf man sich aber darüber, daß Gott so manch einem ungläubigen Menschen den Durchblick verschafft, was aktuell in der Welt geschieht. Hingegen sind viele Christen mit Blindheit geschlagen – die Corona-Jahre haben es andeutungsweise gezeigt. Doch wahre Erkenntnis beginnt dort, wo der Mensch aufhört, sich selbst für sehend zu halten, und dann Gott bittet: „Herr, daß ich sehend werde.“ (vgl. Lukas 18,41)

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